Chinas Batterie-Offensive
Europas KI unter Druck
Australiens eiserne Grenze
Chinas Schatten über Mexiko
US-Handelsdefizit geht im Juni leicht zurück
Fast 41 Grad: Neuer Temperaturrekord in Österreich gemessen
Badeverbote in Südwestfrankreich wegen Portugiesischer Galeeren
Nach Massenandrang auf Ceuta: EU demonstriert bei Krisensitzung Einigkeit
Politik
US-Finanzminister hält Hormus-Abkommen mit Iran bis Mittwoch für möglich
US-Finanzminister Scott Bessent hält eine Einigung mit dem Iran zur Wiederöffnung der Straße von Hormus noch bis Mittwoch für möglich. "Wir sind in Gesprächen mit den Iranern, und ich denke, es besteht die Chance, dass wir heute oder morgen eine Vereinbarung haben", sagte Bessent am Dienstag dem Sender CNBC. Der Vermittlerstaat Katar sprach von "laufenden Bemühungen", erklärte aber, direkte US-iranische Gespräche gebe es derzeit nicht.
Politik
Bundesregierung bereitet neuen Zivildienst vor - bei Rückkehr der Wehrpflicht
Die Bundesregierung bereitet die Grundlagen für einen neuen Zivildienst vor. Falls die Wehrpflicht wieder eingesetzt würde, "müsste es ja auch einen entsprechenden Ersatzdienst geben", sagte Unionsfraktionschef Thorsten Frei (CDU) am Dienstag den Sendern RTL und ntv. Im zuständigen Bundesfamilienministerium liefen deshalb bereits Vorbereitungen auf "unterschiedliche Situationen und Szenarien". Das Ministerium führte dazu nach Angaben einer Sprecherin bereits Gespräche mit großen Verbänden, die Plätze für Zivildienstleistende anbieten könnten.
Letzte Nachrichten
Nagelsmann kehrt auf Bayern-Bank zurück: "Gehe davon aus"
Bayern Münchens Trainer Julian Nagelsmann kehrt im Champions-League-Gruppenspiel gegen Benfica Lissabon aller Voraussicht nach auf die Bank des Rekordmeisters zurück. "Mir geht es gut, es ist alles in Ordnung. Ich hoffe und davon gehe ich auch aus, dass der Test am Dienstag negativ ist, dann werde ich auch wieder live zu sehen sein", sagte Nagelsmann vor der Partie am Dienstag (21.00 Uhr/Amazon) gegen Benfica.
Rezesson? Umsatz der Einzelhändler zurückgegangen
Der Umsatz der Einzelhändler in Deutschland ist im September zurückgegangen. Im Vergleich zum August betrug das Minus preisbereinigt 2,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Im Vergleich zum September 2020 waren es 0,9 Prozent weniger. Der Umsatz lag aber mit 3,7 Prozent weiterhin über dem Vorkrisenniveau. Besonders schlecht lief im September das Geschäft mit Bekleidung und Schuhen - hier betrug das Minus zum Vormonat 9,6 Prozent, wie das Statistikamt weiter mitteilte. Der Handel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren lag damit mit 7,8 Prozent deutlich unter Vorkrisenniveau. Der Umsatz der Kaufhäuser lag nur noch 0,4 Prozent unter dem Wert vom Februar 2020, der Umsatz mit Einrichtungsgegenständen, Haushaltsgeräten und Baubedarf erreichte im September ein Plus von 4,5 Prozent über Vorkrisenniveau. Deutlich über dem Niveau vom Februar 2020 mit 27,2 Prozent lag im September der Umsatz des Internet- und Versandhandels. Der Handelsverband Deutschland (HDE) veröffentlichte am Montag seine aktuelle Umfrage zur Konsumstimmung der Verbraucherinnen und Verbraucher: Demnach steigt das Konsumbarometer nach drei Monaten Abwärtstrend wieder an: "Im anlaufenden Weihnachtsgeschäft steigt die Anschaffungsneigung der Verbraucherinnen und Verbraucher." Für den monatlichen Stimmungstest lässt der HDE 1600 Menschen befragen. Das Konsumbarometer bildet nicht das aktuelle, sondern das in den kommenden drei Monaten erwartete Verbraucherverhalten ab. (W.Budayev--DTZ)
Berliner Abgeordnetenhaus kann sich konstituieren
Das Berliner Abgeordnetenhaus kann wie geplant am Donnerstag erstmals zusammentreten. Der Verfassungsgerichtshof des Landes Berlin wies am Montag den Eilantrag eines bisherigen Abgeordneten ab, mit dem dieser die Konstituierung des Landesparlaments und der Bezirksverordnetenversammlungen vorläufig untersagen lassen wollte. (VerfGH 132 A/21) Der Antragsteller ist Mitglied des bisherigen Abgeordnetenhauses von Berlin. Nach dem amtlichen Ergebnis der Wahl vom 26. September gehört er dem neu gewählten Abgeordnetenhaus nicht an. Aus seiner Sicht waren die Mängel bei der Wahl derart gravierend, dass dem neugewählten Parlament die demokratische Legitimität fehle. Bis zur Entscheidung über das Wahlprüfungsverfahren müsse die Konstituierung des Abgeordnetenhauses daher einstweilen untersagt werden. Dem folgte der Verfassungsgerichtshof nicht. Nach Auffassung des Gerichts ist der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung unzulässig. Eine auf diesem Weg verfügte vorläufige Untersagung der Konstituierung widerspreche der Landesverfassung. Danach tritt das neugewählte Abgeordnetenhaus spätestens sechs Wochen nach der Wahl zusammen. Das gilt nach dem Willen des Gesetzgebers auch, wenn Rechtsverstöße bei der Wahl vorgebracht werden. Einwände gegen die ordnungsgemäße Zusammensetzung des Abgeordnetenhauses sind Gegenstand von Wahlprüfungsverfahren. Ist dieses erfolgreich, müssen die Fehler durch eine Wiederholungswahl behoben werden. Bei der Wahl zum Bundestag, zum Abgeordnetenhaus und zu den Bezirksverordnetenversammlungen am 26. September war es in Berlin zu mehreren Pannen gekommen. So gingen in einigen Wahllokalen Stimmzettel aus, in anderen lagen zunächst die falschen aus. Vor manchen Wahlorten bildeten sich zudem lange Schlangen, so dass manche Wähler erst nach 18.00 Uhr ihre Stimmen abgeben konnten. Die Landeswahlleiterin Petra Michaelis trat deshalb zurück. (U.Beriyev--DTZ)
Teheran weist Kritik westlicher Staaten an seinem Atomprogramm zurück
Der Iran hat die jüngste Kritik westlicher Staaten an seinem Atomprogramm zurückgewiesen. "Die Produktion von Uranmetall und hochgradig angereichertem Uran dient friedlichen und zivilen Zwecken", erklärte der iranische Außenamtssprecher Said Chatibsadeh am Montag. Die Positionen Deutschlands, Frankreichs, Großbritanniens und der USA seien "unvereinbar mit der Realität".
Im Fischereistreit droht nun Großbritannien Frankreich mit Vergeltung
Im Fischereistreit zwischen Frankreich und Großbritannien schlagen die Wogen weiter hoch: Am Montag drohte die britische Handelsministerin Liz Truss mit "Vergeltungsmaßnahmen", sollte Paris wie angekündigt ab Dienstag mit schärferen Warenkontrollen und einem Anlegeverbot für britische Schiffe Ernst machen. Auch ein persönliches Gespräch zwischen den Präsident Emmanuel Macron und Premier Boris Johnson hatte am Wochenende keine Lösung gebracht.
Washington kritisiert Pekings "verblüffendes" Versagen beim Klimaschutz
Kurz vor einem Treffen von Staats- und Regierungschefs im Rahmen der Weltklimakonferenz (COP26) im schottischen Glasgow hat die US-Regierung die chinesische Klimapolitik hart kritisiert. Der Nationale Sicherheitsberater Jake Sullivan warf Peking am Montag ein "verblüffendes" Versagen im globalen Kampf gegen den Klimawandel vor.
Ländliche Regionen stehen bei Bürgern hoch im Kurs - aber nicht als Arbeitsort
Ländliche Räume werden von der großen Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger geschätzt - allerdings mit Abstrichen: Laut einer am Montag veröffentlichten Umfrage im Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministeriums betrachten mehr als sieben von zehn Befragten ländliche Regionen als attraktiven Ort zum Leben. Zugleich schätzt weniger als die Hälfte das Land als Arbeitsort.
Junger Mann in Köln auf offener Straße getötet
In Köln ist ein junger Mann auf offener Straße getötet worden. Passanten fanden den stark blutenden Mann am frühen Montagmorgen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft Köln mitteilten. Die alarmierten Rettungskräfte konnten ihm nicht mehr helfen, er starb noch vor Ort. Der Mann wurde zunächst noch nicht zweifelsfrei identifiziert.
Junge findet Weltkriegsgranate beim Spielen auf Kitagelände in Niedersachsen
Im niedersächsischen Oldenburg hat ein Fünfjähriger anscheinend beim Spielen auf dem Gelände einer Kita eine alte Handgranate aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden und mit nach Hause genommen. Wie die Polizei am Montag mitteilte, entdeckte dessen Vater den gefährlichen Fund am Freitagabend und alarmierte die Beamten. Die Stadtverwaltung beauftragte umgehend eine Spezialfirma mit einer Überprüfung des Kitageländes.
Ärztepräsident: Besser gegen Gesundheitsgefahren durch Klimawandel wappnen
Nach Ansicht von Ärztepräsident Klaus Reinhardt muss sich Deutschland besser gegen die gesundheitlichen Folgen des Klimawandels wappnen. Diese Gefahren seien "keine ferne Bedrohung mehr", sondern eine weltweite Realität, sagte Reinhardt zum Auftakt des 125. Deutschen Ärztetags am Montag in Berlin. Zugleich beklagte er eine durch die Pandemie verschärfte Polarisierung der Gesellschaft und wachsende Gewalt gegen Beschäftigte im Gesundheitswesen.
Medien: Angreifer in Tokioter Zug bezeichnet sich als "Joker"-Fan
Nach dem Messer- und Brandanschlag an Halloween in einem Zug in Tokio sind weitere Details zu dem mutmaßlichen Täter bekannt geworden. Wie die Nachrichtenagentur Kyodo und die Zeitung "Sankei" am Montag berichteten, bezeichnete sich der 24-Jährige im Polizeiverhör als Einzelgänger und Fan des Bösewichts "Joker" aus den "Batman"-Comics und -Filmen. Nach jüngsten Angaben wurden bei dem Angriff am Sonntag 18 Menschen verletzt, ein 70-Jähriger schwebte in Lebensgefahr.
Wachstum der Weltbevölkerung seit 1990 um ein Drittel zurückgegangen
Das Wachstum der Weltbevölkerung hat sich in den vergangenen 30 Jahren um etwa ein Drittel verringert. Das geht aus einem am Montag veröffentlichten neuen Bericht der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW) in Hannover hervor. Grund dafür war eine gesunkene Geburtenrate. Sie ging von 3,2 Kindern je Frau 1990 auf heute durchschnittlich 2,3 Kinder pro Frau zurück, wie die Stiftung mitteilte. Zwischen den Ländern variieren die Werte stark.
Britischer Bankchef tritt wegen Verbindungen zu Epstein zurück
Der Chef der britischen Großbank Barclays, Jes Staley, ist wegen seiner Verbindungen zum verstorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zurückgetreten. Staley wolle die vorläufigen Ergebnisse der Ermittlungen der britischen Finanzaufsicht gegen ihn anfechten, teilte die Bank am Montag mit. Sie betonte, im vorläufigen Ergebnis sei nirgends festgestellt worden, dass Staley die mutmaßlichen Verbrechen Epsteins "gesehen" oder davon Kenntnis gehabt habe.
Noch keine gemeinsame Linie von Bund und Ländern bei Auffrisch-Impfungen
Bund und Länder haben noch keine gemeinsame Linie in der Frage der Auffrischungsimpfungen gefunden: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (SPD) sprach sich in der Düsseldorfer "Rheinischen Post" dafür aus, die Impfzentren wieder zu öffnen. Aus den Ländern und von den Grünen wurden stattdessen Forderungen laut, die Ärzte sollten sich mehr um die Impfungen bemühen. Skepsis gab es auch über Spahns Forderung nach einem neuerlichen Bund-Länder-Gipfel. Spahn sprach sich auch dafür aus, alle über 60-Jährigen schriftlich zur Impfung einzuladen.
Länder sehen Spahns Vorschlag zu Auffrischungs-Gipfel skeptisch
Die Länder sehen das von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ins Gespräch gebrachte Bund-Länder-Treffen zu den Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus skeptisch. Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) betonte am Montag im RBB-Inforadio, zu diesem Thema sei bereits alles gesagt. Sie habe schon vor längerer Zeit alle Ärzte wegen Auffrischungsimpfungen für die vulnerablen Gruppen angeschrieben
Tottenham entlässt Teammanager Espirito Santo
Der englische Fußball-Spitzenklub Tottenham Hotspur hat sich von seinem Teammanager Nuno Espirito Santo getrennt. Das teilten die Spurs zwei Tage nach der Niederlage gegen Manchester United (0:3) mit. Informationen zur Nachfolge des Portugiesen sollen "zu gegebener Zeit" bekannt gegeben werden.
Mögliche Laschet-Nachfolger bringen sich in Stellung
Vor der Entscheidung über eine Mitgliederbefragung zum künftigen CDU-Chef haben sich mögliche Bewerber für die Nachfolge von Armin Laschet in Stellung gebracht. Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen warnte vor einer zu konservativen Ausrichtung der Partei und forderte, der neue CDU-Chef müsse "in der Mitte stehen". Der Konservative Friedrich Merz widersprach einem Pressebericht, wonach er andere mögliche Bewerber in sein Team holen will, um Röttgen keine Chance zu lassen.
Röttgen: Neuer CDU-Chef muss "in der Mitte stehen"
Der CDU-Politiker Norbert Röttgen hat bei der Entscheidung über die Nachfolge von Parteichef Armin Laschet vor einer zu konservativen Ausrichtung der Partei gewarnt. Die Partei brauche "konservatives Gedankengut, konservative Politik und Politiker", sagte Röttgen am Montag im Deutschlandfunk. Dies spiegele aber nur einen Teil der vielfältigen Positionen an der Parteibasis wider. Für ihn sei deshalb klar, dass der neue Parteichef "in der Mitte stehen" müsse.
Konzerne führen Extra-Kantinenbereiche für Geimpfte und Genesene ein
Geimpfte und vom Coronavirus Genesene sollen bei großen Konzernen in Nordrhein-Westfalen künftig eigene Kantinenbereiche oder Cafeterias bekommen. Wie die "Rheinische Post" am Montag berichtete, setzen Bayer, Eon und Alltours auf solche Sonderbereiche. Dort sollen demnach Beschäftigte ohne Einschränkungen zusammensitzen können, während diejenigen, die sich nicht impfen lassen oder keine Auskunft über ihren Impfstatus geben, weiterhin Abstandsregeln, Masken oder Trennwände akzeptieren müssen.
Journalisten werfen Bolsonaros Personenschützern Angriff während G20-Gipfels vor
Brasilianische Journalisten sind nach eigenen Angaben am Rande des G20-Gipfels in Rom von Personenschützern des brasilianischen Staatschefs Jair Bolsonaro attackiert worden. Sie sei zusammen mit sechs Kollegen bei einer Demonstration am Sonntag nahe der brasilianischen Botschaft von Beamten in Zivil "geschubst und brutal behandelt worden", sagte Ana Estela de Sousa Pinto von der Zeitung "Folha de São Paulo" der Nachrichtenagentur AFP.
Ärztepräsident kritisiert zunehmende Gewalt gegen Beschäftigte in Gesundheitswesen
Ärztepräsident Klaus Reinhardt hat eine zunehmende Gewalt gegen Beschäftigte im Gesundheitswesen kritisiert. "Wir leben in einer zunehmend polarisierten Gesellschaft, und die Pandemie hat diese Polarisierung noch einmal verschärft", sagte Reinhardt zum Auftakt des 125. Deutschen Ärztetags am Montag in Berlin. Dies habe auch Auswirkungen auf Praxen und Kliniken.
Im Wattenmeer leben weiterhin schätzungsweise rund 40.000 Seehunde
Die Zahl der Seehunde im Wattenmeer ist weiter stabil und bewegt sich mit einer Gesamtmenge von rund 40.000 in etwa auf dem Niveau des Jahres 1900. Das teilte das Gemeinsame Wattenmeersekretariat in Wilhelmshaven am Montag unter Verweis auf das Ergebnis der sommerlichen Zählflüge mit. Die Daten beziehen sich auf den Gesamtbestand im Wattenmeer der Nordsee, umfassen also Deutschland, Dänemark und die Niederlande.
Ryanair steigert Umsatz in sechs Monaten um 83 Prozent - Verlust verringert
Der irische Billigflieger Ryanair hat in den sechs Monaten bis September kräftig aufgeholt, erwartet im Gesamtjahr aber unter dem Strich weiterhin einen Verlust. Von April bis Ende September flogen 39,1 Millionen Menschen mit Ryanair, 128 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Der Umsatz stieg um 83 Prozent auf 2,15 Milliarden Euro, der Verlust verringerte sich.
Thailand öffnet nach 18 Monaten wieder Grenzen für geimpfte Touristen
Zum ersten Mal seit 18 Monaten hat Thailand seine Grenzen für vollständig geimpfte Urlauber aus dem Ausland wieder geöffnet. An den Flughäfen der Hauptstadt Bangkok und der Ferieninsel Phuket trafen am Montag die ersten Urlauber ein. Der Betreiber der internationalen Flughäfen, Airports of Thailand, rechnet für den ersten Tag allein in Bangkok mit der Ankunft von 30.000 Passagieren.
Mehr als 800 Millionen Schaden durch organisierte Kriminalität in Deutschland
Die organisierte Kriminalität hat in Deutschland im vergangenen Jahr einen wirtschaftlichen Schaden von mehr als 800 Millionen Euro verursacht. Die Polizei führte insgesamt 594 Ermittlungsverfahren, wie das Bundeskriminalamt (BKA) am Montag in Wiesbaden berichtete. Dabei ging es um erbeutetes Vermögen im Wert von mehr als einer Milliarde Euro.
Fünf Verletzte bei Unfall mit Kutsche in Schleswig-Holstein
Bei einem Unfall mit einer Pferdekutsche sind in Schleswig-Holstein fünf Menschen teils schwer verletzt worden. Wie die Polizei am Montag in Neumünster mitteilte, ereignete sich das Unglück am Samstagmorgen auf einer Landstraße bei der Gemeinde Todenbüttel. Das Zugpferd ging bei der Begegnung mit einem Trecker durch und bog dabei mit der Kutsche nach rechts in eine andere Straße ab, wobei die Passagiere hinausfielen.
Klimaexperte Latif hegt keine Hoffnung auf konkrete Ergebnisse bei UN-Klimakonferenz
Der renommierte deutsche Klimaexperte Mojib Latif hegt keine Hoffnungen auf ein positives Ergebnis der aktuellen Weltklimakonferenz in Glasgow. "Wir dürfen ja nicht vergessen, das ist die 26. Weltklimakonferenz. Die sitzen seit über einem Vierteljahrhundert zusammen und haben wirklich nichts geschaffen", sagte der Kieler Wissenschaftler am Montag im ZDF-"Morgenmagazin". Die Treibhausgasemissionen stiegen weiter. Er erwarte daher nichts.
Unbekannte werden Fünf-Kilogramm-Stein in Wohnzimmer von Familie in Euskirchen
Unbekannte haben in Euskirchen am Halloween-Abend einen fünf Kilogramm schweren Stein durch ein Fenster in das Wohnzimmer einer vierköpfigen Familie geworfen. Nach Angaben der Polizei saß die Familie zu diesem Zeitpunkt auf dem Sofa, eine 44-Jährige und ein sieben Jahre altes Kind wurden durch den Stein und Glassplitter der Scheibe leicht verletzt. Sie mussten in einem Krankenhaus behandelt werden.
Spahn: Anstieg der Steuerzuschüsse für Gesundheits- und Pflegesystem notwendig
Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält in den kommenden Jahren steigende Zuschüsse aus dem Bundeshaushalt für das Gesundheits- und Pflegesystem für notwendig, um die Sozialbeiträge zu stabilisieren. "Es hilft alles nichts: Um die 40 Prozent zu halten, müssen wir den Zuschuss aus dem Bundeshaushalt weiter erhöhen", sagte Spahn dem "Handelsblatt" vom Montag. Er zeigte sich überzeugt, dass diese Priorität in der Haushaltspolitik so von der Bevölkerung gewünscht sei.
Japanische Regierungskoalition verteidigt Mehrheit im Parlament
Bei der Parlamentswahl in Japan hat die Regierungskoalition von Ministerpräsident Fumio Kishida trotz leichter Verluste ihre Mehrheit im Unterhaus verteidigt. Kishidas liberaldemokratische Partei LDP und ihr Juniorpartner, die Mitte-Rechts-Partei Komeito, kamen bei der Abstimmung am Sonntag auf 293 der 465 Sitze, wie japanische Medien am Montag berichteten.
Knapp neun von zehn Tarifbeschäftigten bekommen Weihnachtsgeld
Fast neun von zehn Beschäftigten mit Tarifvertrag (87,2 Prozent) bekommen in diesem Jahr Weihnachtsgeld. Brutto sind es im Durchschnitt 2677 Euro und damit 1,9 Prozent mehr als im vergangenen Jahr, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Tarifbeschäftigte im Westen bekommen demnach im Schnitt 2695 Euro brutto, das sind 5,5 Prozent mehr als die Tarifbeschäftigten im Osten erhalten.
Verdi ruft Beschäftigte an sieben Amazon-Standorten zu Streiks auf
Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten des Online-Handelskonzerns Amazon an sieben Standorten zu Streiks aufgerufen. Verdi fordere Amazon auf, die Entgelterhöhungen der in den letzten Wochen erzielten Tarifabschlüsse im Einzelhandel "umgehend" an die Amazon-Beschäftigten weiterzugeben, erklärte die Gewerkschaft am Montag. Verdi fordert seit mehr als acht Jahren von Amazon, die Flächentarifverträge des Einzel- und Versandhandels anzuerkennen und einen Tarifvertrag abzuschließen.