Chinas Angriff auf ASML
Kiew setzt Moskau unter Druck
Irans Krieg trifft den Golf
Kiew wieder in Putins Visier
Mehr Schutz für Opfer digitaler Gewalt: Kabinett beschließt Gesetz
Handel mit verbotenem Dopingmittel Ibutamoren: Bundesgerichtshof urteilt im Dezember
Nobelpreis für Chemie geht an Forscher aus Frankreich und Japan
Ryanair stellt Betrieb am Flughafen Bremen ein
Politik
Studie: Mehr als ein Drittel der Studierenden in Deutschland von Armut betroffen
Mehr als ein Drittel der Studierenden in Deutschland sind einer Studie zufolge von Armut betroffen. Die Armutsquote liege bei 37,8 Prozent und sei damit mehr als doppelt so hoch wie in der Gesamtbevölkerung, heißt es in einer Untersuchung, die am Mittwoch vom Paritätischen Gesamtverband und dem Deutschen Studierendenwerk vorgestellt wurde. Darin wird vor allem auf die hohen Wohnkosten für Studentinnen und Studenten verwiesen. Die geplante Bafög-Reform kritisierten beide Organisationen als unzureichend.
Politik
"Einer der abscheulichsten Angriffe": 15 Tote bei russischen Attacken auf die Ukraine
Bei massiven russischen Angriffen auf die Ukraine sind nach ukrainischen Angaben am Mittwoch mindestens 15 Menschen getötet worden. Alleine neun seien bei einem Raketenangriff auf ein Wohngebäude im Norden des Landes getötet worden, erklärte die ukrainische Polizei. Unter den Opfern seien auch drei Kinder. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete die jüngsten Attacken mit Dutzenden Raketen und mehr als hundert Drohnen als "einen der abscheulichsten Angriffe" seit Kriegsbeginn.
Letzte Nachrichten
Förderung für Effizienzhäuser gestoppt - Regierung will rasche Neuordnung
Wegen einer Flut von Anträgen sind die Fördertöpfe für Zuschüsse der staatlichen KfW-Bank für klimafreundlichere Gebäude aufgezehrt - mit sofortiger Wirkung ist die Energieeffizienz-Förderung deshalb am Montag gestoppt worden. Angestrebt sei aber eine rasche Neuordnung der Förderung und der gesetzlichen Standards für Neubauten, teilte das Bundeswirtschaftsministerium in Berlin mit. Aus der Opposition und von Verbänden der Bau- und Wohnungswirtschaft kam dennoch scharfe Kritik.
KfW-Förderung für energieeffiziente Gebäude gestoppt - Regierung will Neuordnung
Für das Baugewerbe ist es ein "Schock für Bauherren und Bauwillige", die Wohnungswirtschaft fürchtet eine "Vollbremsung" beim Klimaschutz im Gebäudebereich: Die derzeitige Förderung der staatlichen KfW für energieeffiziente Gebäude ist mit sofortiger Wirkung gestoppt worden, soll aber zügig neu aufgestellt werden. Grund sei "eine massive klimapolitische und fiskalische Fehlsteuerung der letzten Jahre", erklärte das Bundeswirtschaftsministerium am Montag zur Begründung.
Regierung stoppt mit sofortiger Wirkung Förderung für energieeffiziente Gebäude
Die Bundesregierung hat mit sofortiger Wirkung die Förderung energieeffizienter Gebäude gestoppt. Die enorme Antragsflut im Monat Januar insbesondere für Anträge für die Neubauförderung habe die bereitgestellten Mittel deutlich überstiegen, erklärte das Bundeswirtschaftsministerium am Montag. Angesichts der vorläufigen Haushaltsführung habe die staatliche Förderbank KfW das Programm am Montag mit sofortiger Wirkung stoppen müssen. Das Programm wäre aber sowieso nur bis Ende Januar gelaufen.
Jeder dritte Deutsche beklagt Entfremdung von Freunden in Pandemie
Durch die Coronapandemie hat sich laut einer Umfrage fast ein Drittel der Menschen in Deutschland von Freundinnen und Freunden entfernt. Das berichtete das Portal "Zeit Online" am Montag unter Berufung auf eine Erhebung des YouGov-Cambridge Globalism Projects. 30 Prozent antworteten demnach auf eine entsprechende Frage, dass die Coronapandemie dazu geführt habe, dass die Beziehung zu Freunden weniger eng geworden sei.
Sicherheitskreise: Burkina Fasos Präsident und Minister von Soldaten festgenommen
In Burkina Faso ist Präsident Roch Marc Christian Kaboré nach Angaben aus Sicherheitskreisen von meuternden Soldaten festgenommen worden. Neben Kaboré seien auch der Vorsitzende des Parlaments sowie die Minister in den Händen der Soldaten in einer Kaserne der Hauptstadt Ouagadougou, verlautete am Montag aus mehreren Sicherheitsquellen. Bereits am Wochenende wurde das westafrikanische Land von Unruhen erschüttert; in mehreren Kasernen fielen Schüsse. Die Regierung bestritt aber einen Militärputsch.
Hamburger Erzbischof bekundet "Respekt" für Outing von Mitarbeitern der Kirche
Der Hamburger Erzbischof Stefan Heße hat "Respekt" für das öffentliche Outing von dutzenden Mitarbeiter der katholischen Kirche als queer geäußert und Änderungen in seiner Institution angemahnt. "Eine Kirche, in der man sich wegen seiner sexuellen Orientierung verstecken muss, kann nach meinem Dafürhalten nicht im Sinne Jesu sein", erklärte Heße am Montag in Hamburg. Er sei "gerne zum Dialog bereit" und biete den Unterzeichnern und Unterzeichnerinnen der Aktion aus seinem Bistum ein Gespräch an.
Weitere Coronafälle im DHB-Team: Auch Wiencek und Ernst infiziert
Die deutschen Handballer haben vor ihrem sportlich unbedeutenden letzten EM-Spiel drei weitere Coronafälle zu beklagen. Aus der Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason wurden Patrick Wiencek und Simon Ernst positiv auf das Virus getestet, ebenso ein namentlich nicht genanntes Delegationsmitglied, das nach Angaben von DHB-Sportvorstand Axel Kromer "nicht auf der Bank" sitzt.
Luftgewehrschüsse auf islamisches Kulturzentrum in Halle
Ein 55-jähriger Mann soll in Halle an der Saale mit einem Luftgewehr auf ein islamisches Kulturzentrum geschossen haben. Zwei Zeugen hörten am Sonntag Schussgeräusche und bemerkten drei Projektile, die eine Fensterbank des Islamischen Kulturcenters Halle trafen, wie die Polizei am Sonntagabend mitteilte. Menschen wurden nicht getroffen, es entstand auch kein Schaden am Gebäude.
Automobile Nachrichten: Lamborghini ist für dieses Jahr "fast ausverkauft"
Die italienische VW-Tochter Lamborghini will nach den Rekordverkäufen 2021 in diesem Jahr die Produktion erhöhen. "Wir sind in der glücklichen Situation, dass wir 2022 schon fast ausverkauft sind. Wir sind bei ungefähr einem Jahr Auftragsvorlauf", sagte Lamborghini-Chef Stephan Winkelmann der "Automobilwoche" vom Montag. "Wir sind gerade dabei zu prüfen, ob wir die Produktion steigern und hier noch etwas zulegen können, um die Wartezeit für die Kunden nicht über ein Jahr hinaus anwachsen zu lassen."
Viel Mühe mit starkem Cressy: Medwedew im Viertelfinale der Australian Open
Daniil Medwedew stritt mit dem Schiedsrichter, schimpfte über seinen Gegner und kämpfte sich schließlich mit viel Mühe durch: Der Turnierfavorit hat eine enorm knifflige Aufgabe gegen den Serve-and-Volley-Spezialisten Maxime Cressy mit großer Mühe gelöst und steht zum sechsten Mal im Viertelfinale eines Grand-Slam-Turniers. Der 25 Jahre alte Russe schlug den formstarken US-Amerikaner 6:2, 7:6 (7:4), 6:7 (4:7), 7:5.
Lkw-Fahrer in Kanada protestieren gegen Corona-Impfpflicht
In Kanada protestieren dutzende Lkw-Fahrer gegen die Corona-Impfpflicht, die seit kurzem bei Überquerung der Grenze in die USA gilt. Am Sonntag startete der sogenannte "Konvoi für die Freiheit" in der Stadt Vancouver an der kanadischen Westküste, wie kanadische Medien berichteten. Ziel ist die Hauptstadt Ottawa, rund 4400 Kilometer entfernt.
Bundesinstitut hält Anhebung des Rentenalters nicht für erforderlich
Das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) hat sich gegen eine weitere Anhebung des Rentenalters in Deutschland ausgesprochen. "Ich sehe keinen Anlass, jetzt über die Rente mit 68 zu reden", sagte BiB-Forschungsdirektor Sebastian Küseler der "Süddeutschen Zeitung" vom Montag. Es gebe "noch erhebliches Potenzial", um die Finanzierbarkeit der Rentenkasse ohne einen solchen Schritt sicherzustellen.
EZB-Ratsmitglied Rehn hält Zinserhöhungen 2023 für "logisch"
Der finnische Notenbankchef Olli Rehn, Mitglied im Rat der Europäischen Zentralbank (EZB), hält Zinserhöhungen im Euroraum im Jahr 2023 für "logisch". Voraussetzung sei, dass es keine "neuen wirtschaftlichen Störungen gibt", sagte Rehn dem "Handelsblatt" vom Montag. Die Treiber der Inflation dürften seiner Ansicht nach im Jahresverlauf nachlassen; die Teuerungsrate im Euro-Raum werde in den nächsten beiden Jahren bei etwa zwei Prozent liegen.
Wüst verteidigt vorrangigen Einsatz von PCR-Tests für Klinik- und Pflegepersonal
Vor den Beratungen von Bund und Ländern zur Corona-Lage hat NRW-Regierungschef Hendrik Wüst (CDU) den vorrangigen Einsatz von PCR-Tests für Klinik- und Pflegepersonal verteidigt. Bei den derzeitigen hohen Fallzahlen müsse Deutschland "mit den Kapazitäten ein Stück haushalten", sagte er am Montag. Die Spitzen von Bund und Ländern beraten am Nachmittag in einer Videokonferenz. Ungeachtet der Omikron-Welle sollen die Schutzmaßnahmen unverändert bleiben.
Skeleton: Jungk und Neise bangen wegen Corona um Olympia
Corona betrifft zunehmend auch das deutsche Olympia-Team für Peking. Der zweimalige Skeleton-Weltmeister Axel Jungk (Oberbärenburg) und die Junioren-Weltmeisterin Hannah Neise (Winterberg) müssen nach positiven Tests um die Teilnahme an den Winterspielen vom 4. bis 20. Februar bangen.
Fahnenträgerduo für Peking: Claudia Pechstein (49) steht zur Wahl
Die fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein (49) steht bei der Entscheidung über das deutsche Fahnenträgerduo für die Winterspiele in Peking (4. bis 20. Februar) zur Wahl. Die Berlinerin gehört zu insgesamt sechs Athletinnen und Athleten, die auf den Zuschlag hoffen dürfen.
NHL: Stützle schießt Ottawa mit Solo zum Sieg
Eishockey-Supertalent Tim Stützle hat seine Ottawa Senators mit einem herrlichen Solo in der NHL zum Sieg geführt. Der 20-Jährige erzielte das entscheidende 2:1 bei den Columbus Blue Jackets im zweiten Drittel, nachdem er in der neutralen Zone einen Pass von Alex Formenton angenommen und Columbus-Verteidiger Zach Werenski umspielt hatte. "Ein toller Spielzug", sagte Stützle.
Heynemann wünscht Zwayer Karriere-Fortsetzung
Der frühere FIFA-Schiedsrichter Bernd Heynemann beklagt im Fall Felix Zwayer eine unterschiedliche Bewertung von Leistungen im Fußball. "Vergibt ein Spieler eine Großchance, schießt er vielleicht sogar ein nicht nachvollziehbares Eigentor oder gar mehrere davon, dann war das schlecht und/oder ungeschickt", schrieb Heynemann im kicker. "Einem Schiedsrichter wird schnell vorgeworfen, dass Absicht mit dabei war."
Mehr als 135 Tote bei Gefechten nach IS-Angriff auf Gefängnis in Syrien
Bei tagelangen Gefechten nach einem Angriff der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) auf ein Gefängnis im Norden Syriens sind mindestens 136 Menschen getötet worden. Mindestens 84 IS-Mitglieder und 45 kurdische Sicherheitskräfte seien seit Donnerstag getötet worden, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Montag mit. Die den fünften Tag in Folge andauernden Kämpfe zwischen dem IS und den Sicherheitskräften hätten mittlerweile aber nachgelassen.
NBA: Wagner-Brüder, Schröder und Kleber gewinnen
Dank der Brüder Moritz und Franz Wagner haben die Orlando Magic ihre neun Spielen andauernd Niederlagenserie in der Basketball-Profiliga NBA beendet. Moritz Wagner war mit 23 Punkten Topscorer der Magic beim überraschenden 114:95 gegen die sonst so starken Chicago Bulls - dem erst dritten Heimsieg in dieser Saison.
Tennis: Navratilova kritisiert Umgang mit Peng-Protesten
Tennisikone Martina Navratilova hat die Veranstalter der Australian Open für den Umgang mit Protesten in der Causa Peng Shuai kritisiert. Die 65-Jährige bezeichnete es als "erbärmlich", dass Sicherheitskräfte die Zuschauer daran hindern, im Melbourne Park T-Shirts mit der Aufschrift "Wo ist Peng Shuai?" zu tragen.
Spätzünderin Cornet und Kerber-Bezwingerin Kanepi überraschen weiter
Der wundersame Lauf der Französin Alize Cornet geht bei den Australian Open weiter. Die 32-Jährige aus Nizza hat in Melbourne die frühere Weltranglistenerste Simona Halep ausgeschaltet und steht bei ihrer 63. Teilnahme an einem Grand-Slam-Turnier erstmals im Viertelfinale. Cornet setzte sich 6:4, 3:6, 6:4 durch, sank anschließend ergriffen auf die Knie und verdrückte einige Freudentränen.
Mit langem Anlauf ins Viertelfinale: Cornet überrascht weiter
Der wundersame Lauf der Französin Alize Cornet geht bei den Australian Open weiter. Die 32-Jährige aus Nizza hat in Melbourne die frühere Weltranglistenerste Simona Halep ausgeschaltet und steht bei ihrer 63. Teilnahme an einem Grand-Slam-Turnier erstmals im Viertelfinale. Cornet setzte sich 6:4, 3:6, 6:4 durch, sank anschließend ergriffen auf die Knie und verdrückte einige Freudentränen.
Mit langem Anlauf ins Viertelfinale: Cornet überrascht
Der wundersame Lauf der Französin Alize Cornet geht bei den Australian Open weiter. Die 32-Jährige aus Nizza hat in Melbourne die frühere Weltranglistenerste Simona Halep ausgeschaltet und steht bei ihrer 63. Teilnahme an einem Grand-Slam-Turnier erstmals im Viertelfinale. Cornet setzte sich 6:4, 3:6, 6:4 durch, sank anschließend ergriffen auf die Knie und verdrückte einige Freudentränen.
NFL: Brady-Zukunft nach dramatischem Aus offen - Chiefs mit Spektakel weiter
Für Footballstar Tom Brady und Super-Bowl-Champion Tampa Bay Buccaneers ist der Traum von der erfolgreichen Titelverteidigung in der US-Profiliga NFL auf dramatische Art und Weise früh geplatzt. Das Team aus Florida unterlag trotz einer Aufholjagd den Los Angels Rams im Viertelfinale der Play-offs mit 27:30. Es könnte Bradys letztes Spiel gewesen sein.
Abgeordnete in Honduras wählen zwei unterschiedliche Parlamentspräsidenten
Parlamentsabgeordnete haben in Honduras in konkurrierenden Zeremonien zwei unterschiedliche Parlamentspräsidenten ernannt. Am Sonntag wurde Luis Redondo von der Regierungspartei Retter von Honduras (PSH) bei einer Zeremonie im Kongressgebäude zum Parlamentspräsidenten ernannt. Unabhängig davon ernannten Abweichler der Koalitionspartei Libre den Abgeordneten Jorge Cálix auf einer separaten Versammlung in einem Sozialzentrum zum Parlamentschef. Damit verschärft sich wenige Tage vor dem Amtsantritt der Präsidentin Xiomara Castro die politische Krise in dem zentralamerikanischen Land.
China schickt erneut Kampfflugzeuge in Taiwans Luftverteidigungsraum
China hat am Sonntag insgesamt 39 Kampfflugzeuge in den Luftverteidigungsraum Taiwans geschickt. Das Verteidigungsministerium in Taipeh erklärte, dass es deshalb seine eigene Luftwaffe sowie die Raketenabwehr in Alarmbereitschaft versetzte. Unter den chinesischen Flugzeugen waren demnach 24 vom Typ J-16, sowie zehn weitere des Typs J-10 und ein nuklearwaffenfähiger H-6-Bomber. Es handelte sich um den schwersten Vorfall seit Oktober 2021.
125 Mitarbeiter der katholischen Kirche outen sich als queer
125 Mitarbeiter der katholischen Kirche in Deutschland haben sich in einer beispiellosen gemeinsamen Initiative als queer geoutet. Auf einer am Sonntagabend unter dem Titel "#OutInChurch" freigeschalteten Website offenbaren haupt- und ehrenamtliche sowie ehemalige Mitarbeiter ihre sexuelle Orientierung, darunter auch Priester. Die sexuelle Orientierung der queeren Mitarbeiter widerspricht nicht nur der katholischen Lehre, sie kann auch arbeitsrechtlich berufliche Konsequenzen bringen.
Dramatisches Aus für NFL-Champion Tampa - macht Brady Schluss?
Für Footballstar Tom Brady und Super-Bowl-Champion Tampa Bay Buccaneers ist der Traum von der erfolgreichen Titelverteidigung in der US-Profiliga NFL auf dramatische Art und Weise früh geplatzt. Das Team aus Florida unterlag trotz einer Aufholjagd den Los Angeles Rams im Viertelfinale der Play-offs mit 27:30. Es könnte Bradys letztes Spiel gewesen sein.
Schüsse von Soldaten in Burkina Faso wegen mangelhafter Ausrüstung und Versorgung
Mit den Schüssen in mehreren Kasernen in Burkina Faso haben einige Soldaten nach eigenen Angaben eine bessere Ausrüstung sowie den Austausch einiger führender Armeemtitglieder erreichen wollen. "Wir wollen an den Kampf angepasste Mittel", sagte ein Armeemitglied in der Sangoulé-Lamizana-Kaserne in einer Tonaufzeichnung, die der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag vorlag. Außerdem gehe es um das "Ersetzen" einiger führender Militärs.
Berlusconi zu "Routine"-Untersuchungen im Krankenhaus
Einen Tag nach seinem Rückzug aus dem Rennen um das Präsidentenamt in Italien hat sich Silvio Berlusconi erneut im Krankenhaus medizinischen Untersuchungen unterzogen. Es handele sich um "Routine"-Untersuchungen, teilte ein Sprecher des 85-jährigen Ex-Regierungschefs am Sonntag mit. Berlusconis Arzt Alberto Zangrillo vom San-Raffaele-Krankenhaus in Mailand teilte mit, die "regelmäßigen klinischen Check-ups" seien bereits seit längerem geplant gewesen.
London wirft Moskau kriminelle Staatsstreich-Komplott-Planung in Ukraine vor
Im Ukraine-Konflikt hat Großbritannien nach eigenen Angaben Hinweise auf ein Komplott Moskaus zur Einsetzung eines pro-russischen Führers in Kiew. Das russische Außenministerium wies den Vorwurf der Briten als "Desinformation" zurück. Die ukrainische Regierung kündigte daraufhin am Sonntag an, die Zerschlagung von pro-russischen Gruppen fortzusetzen, die das Land destabilisieren wollten. Großbritannien verfüge über Informationen, "die darauf hindeuten, dass die russische Regierung versucht einen pro-russischen Führer in Kiew einzusetzen", erklärte das britische Außenministerium am Samstag. Es habe Beweise dafür, dass mehrere ehemalige ukrainische Politiker Verbindungen zu russischen Geheimdiensten hätten. "Einige von ihnen stehen in Kontakt mit russischen Geheimdienstmitarbeitern, die derzeit in die Planung eines Angriffs auf die Ukraine verwickelt sind", erklärte das Ministerium. Als ein möglicher pro-russischer Führer gelte der ehemalige Abgeordnete Jewgeni Murajew. Murajew sprach sich am Sonntag für eine neue politische Führung in seinem Land aus. "Die Ukraine braucht neue Politiker, deren Politik auf den Prinzipien der nationalen Interessen der Ukraine und der ukrainischen Bevölkerung beruht", erklärte er auf seiner Facebook-Seite. Murajew präsentiert sich als unabhängig und wirft der ukrainischen Regierung vor sich vom Westen bevormunden zu lassen. Er ist Vorsitzender der Partei Naschi ("Unsere") und zählt laut einer Umfrage von Dezember zu den zehn beliebtesten Politikern des Landes, obwohl er seit 2019 keinen Sitz im Parlament mehr hat. Murajew gilt als Eigentümer des ukrainischen Fernsehsenders Nasch, um dessen Abschaltung wegen pro-russischer Propaganda sich die ukrainischen Behörden im vergangenen Jahr bemüht hatten. Das Außenministerium in Moskau wies den Vorwurf der Briten als gezielte Falschinformation zurück. Die vom britischen Außenministerium "verbreitete Desinformation" sei ein "weiteres Zeichen, dass es die von den angelsächsischen Nationen angeführten Nato-Mitglieder sind, welche die Spannungen um die Ukraine verschärfen", erklärte das russische Ministerium auf Twitter. Es forderte London auf, "die Verbreitung von Unsinn zu stoppen". Bei den vier neben Murajew von London genannten Politikern mit Verbindungen nach Russland handelt es sich um Mykola Asarow, Sergej Arbusow, Andrej Klujew und Wolodymyr Siwkowitsch. Asarow war unter dem pro-russischen Ex-Präsidenten Viktor Janukowitsch Ministerpräsident, beide flohen 2014 nach Russland. Arbusow und Klujew waren unter Janukowitsch Vize-Regierungschefs. Gegen Wladimir Siwkowitsch, Ex-Mitglied des ukrainischen nationalen Rates für Sicherheit und Verteidigung, verhängten die USA vor wenigen Tagen Sanktionen wegen des Verdachts der Zusammenarbeit mit russischen Geheimdiensten. Die britische Außenministerin Liz Truss erklärte auf Twitter, die vorliegenden Informationen "werfen ein Licht auf das Ausmaß der russischen Aktivitäten mit dem Ziel die Ukraine zu stürzen und geben einen Einblick in die Denkweise des Kreml". Das Weiße Haus bezeichnete "diese Art der Verschwörung" als "zutiefst beunruhigend". Das ukrainische Volk habe "das souveräne Recht, seine eigene Zukunft zu bestimmen", erklärte die Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrats der USA, Emily Horne. Die Ukraine erklärte, sie werde weiterhin gegen pro-russische Gruppen vorgehen. "Unser Staat wird seine Politik der Zerschlagung aller oligarchischen oder politischen Strukturen" fortsetzen, die an der Destabiliserung der Ukraine arbeiten oder den Besatzern helfen", sagte Mykhailo Podolyak, ein Berater des Stabschefs von Präsident Wolodymyr Selenskyj. Russland hat in den vergangenen Wochen mehr als 100.000 Soldaten sowie Panzer, Militärfahrzeuge, Artillerie und Raketen an der ukrainischen Grenze zusammengezogen. Der Westen befürchtet deshalb einen russischen Großangriff auf das Nachbarland. Der Kreml dementiert Pläne für einen Einmarsch. Der Vorwurf einer angeblichen Verschwörung Moskaus erfolgte zum Ende einer Woche intensiver internationaler Krisendiplomatie. Nach Gesprächen in Kiew und Berlin hatte sich US-Außenminister Antony Blinken am Freitag in Genf mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow auf eine Fortsetzung der diplomatischen Bemühungen in der Ukraine-Krise geeinigt. (V.Sørensen--DTZ)